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"Haltemannschaft fertig ? - - - Fertig !"
"Startmannschaft fertig ? - - - Fertig !"
"Ausziehen - - - laufen - - - los !"

Die 10-12 'Gummihunde' ächtzten und zogen aus Leibeskräften und beim letzten Kommand 'los' schnellte unser erstes Segelflugzeug vom Typ "Hol's der Teufel" in die Luft um unseren langgehegten Wunsch, nämlich zu fliegen, zu erfüllen.
Das war 1928 auf der Oelinghauser Heide.
Wie kam es dazu ?
Unser heutiger erster Vorsitzender Eckhard Morali, bekam damals bei einer Fahrt durch die Röhn erste Kontakte mit dem Segelflug, als er unweit der Wasserkuppe eine gelandeten Segelflieger entdeckte, der ihn bat, doch bei der Rückkehr zum Startplatz auf der Wasserkuppe behilfich zu sein. Von diesem Ereignis war er derart beeindruckt, daß er zu Hause nach Gleichgesinnten suchte, um mit ihnen im heimischen Raum den Segelflug zu beginnen. Schnell fanden sich Freunde und so gründete man die "Segelfluggruppe Menden e.V.".
Zur Stammnnschaft gehörten: Hänschen Fröhlich, Otto Morali. Josef Litthorst, Max Engler, H. Sieben und Eckhard Morali.
Erfüllt von ihrer Idee wurden Zeichnungen und Baumaterial beschafft und voller Eifer mit dem Bua eines Gleitflugzeuegs begonnen. Nachdem die erste Fläche im Rohbau fertiggestellt war, gab es eine große Überraschung. Zwar war die Fläche groß genug, der Zeichnung entsprechend, jedoch die Tür bzw. das Fenster zu klein um die Tragfläche ins Freie zu befördern. Kurzerhand wurde eine Wand gebrochen und das erste Hindernis geschaff. Nach der Fertigstellung des "Hol's der Teufel" wurden die ersten Rutscher und Sprünge auf der Oelinghauser Heide unternommen. Inzwischen kam die Verbindung mit Schüren zustande, wo Fluglehrer Flues schulte. Nun begann ein reges Leben und Treiben mit systematischer Schulung. Es wurden als respektable Leistung betrachtet, wenn 20-30m, Höhe und 25-30 Sekunden Flugzeit erreicht wurden. Ehe die ersten Prüfungen geflogen wurden, gab es manchen Bruch zu reparieren. Die Werkstatt wurde des öfteren verlegt. So zogen wir mit unserem arg zerschundenen Vogel mal zu Lenze am Platz, mal zur Firma August Meier oder gar zur Wilhelmshöhe. Aus verständlichen Gründen entschloß man sich bald, ein näher gelegenes Gelände zu suchen und fand am Jüberg in Hemer einen geeigneten Hang. Die Segelfluggruppe Menden stand zur damaligen Zeit mit den Nachbargruppen aus Iserlohn, Letmathe und Werdohl in enger Zusammenarbeit.
Während Hänschen Fröhlich die Gruppe in Iserlohn schulte, bemühte sich [...] und Otto Morali sich um die Letmather bemühte, standen uns Willi Bichmann und Jupp Schmidt als Fluglehrer zur Verfügung. 1932 erfolgte in Schüren die Gründung der Schürengesellschaft, wobei neben den Vereinen Hagen, Iserlohn, Schwerte, Letmathe und Meschede auch Menden beteiligt war. Damit wurde Schüren zum Mittelpunkt der Segelfliegerei im sauerländischem Raum.
Wegen des starken Andranges und der weiten Entfernung nach Schüren, kamen wir jedoch wieder zum Jüberg und nach Deilinghofen zurück.
Zeitweise flogen wir auch auf der Kuschert, bei Blintrop, wo unsere Werdohler Freunde zu Hause waren. In der eigenen Werkstatt war wieder ein verbessertes Fluzeug, ein Zögling entstanden.
Dieser war dem rauhen Schulbetrieb besser gewachsen. Mit ihm wurde der Hang auf der Kuschert poliert und die ersten Windenstarts in Deilinghofen versucht. Hierdurch wurden unsere 'Gummihunde' fast arbeitslos, denn der Windenstart erwies sich als großer Fortschritt. Die Flugzeiten und Flughöhen stiegen auf mehrere hundert Meter und einige Minuten Dauer.
Im Zuge der staatlichen Förderung wurden nach und nach verbesserte Flugzeugtypen zur Verfügung gestellt. Das NSFK übernahm 1937 sämtliche Fluggruppen und führte den Segelflug bis zum Zusammenbruch 1945 fort.

Nach Jahren des Wartems begann dann 1950/51 der Wiederaufbau. Man schloß sich erneut zur Luftsportgruppe Menden e.V. zusammen. Nach der Freigabe des Segelflugsports im jahre 1952 wurden eine Gleitflugzeug vom Typ SG 38 angeschafft. Durch großzügige Spenden der Firmen im Mendener Raum wurde es möglich, eine Motorwinde im Eigenbau zu erstellen. Der Flugbetrieb wurde zunächst in Werl, später wieder in Deilinghofen durchgeführt. Unsere Freund wurde jedoch schnell getrübt, denn das Gelände wirde wieder in militärische Nutzung genommen. Die Flugmöglichkeiten wurden stark eingeschränkt,da zweitweise 12 den vorhandenen Platz teilen mußten- Zusammen mit unseren Freunden aus Sundern ging es nach Seidfeld an der Sorpe. Hier wurde bis zum Jahre 1957 von den Fluglehrern Schmidt und Kronstädt ein gemeinsamer Flugbetrieb durchgeführt.
Aus verschiedenen Gründen wurde angestrebt einen Platz unmittelbar vor den Toren unserer Stadt zu finden. Nach langen Bemühungen war es soweit. Durch tatkräftige Unterstützung des damaligen Bürgermeisters, Franz Schulte, und das Entgegenkommen unseres heutigen "Horstkommandanten" Kaspar Schrieck wurde ein geeignetes Gelände in barge gefunden. Zwischenzeitlich wurde in Menden bzw. Fröndenberg ein "Cumulus" und ein "Baby" gebaut. Mit diesem doppelsitzigen Segelflugzeug war es möglich, auf breiter Basis eine moderne Schulung durchzuführen.
Nachfolgend einige Jahreszahlen und Daten, die das weitere Wer5den und Wachsen unseres Vereins aufzeichnen:

[... s. Chronik 1960-1968 ...]

Unser Verein zählt ca. 50 aktive Mitglieder. Es wurden in den letzten Jahren 10 silberne Leistugnsabzeichen und zahlreiche Bedingungen erflogen. In den letzten zwei Jahren ist die Zahl der Schüler ganz erheblich angestiegen, so daß keine Sorge wegen des Nachwuchses vesteht. Unsere jüngsten Schüler sind gerade 14 Jahre alt. Andererseits sind unsere "Alten Hasen" immer noch aktiv:

  • Eckhardt Morali, 1. vorsitzender, 40 jährige Mitgliedschaft
  • Josef Schmidt, FLuglehrer, 25 jährige Mitgliedschaft
  • Heinz Janzen, Flugleiter, 25 jährige Mitgliedschaft
  • Willi Kortmann, Werkstatt und techn. Leiter, 25 järhige
  • Mitgliedschaft



Doch unvergessen die Männer zwischen Jung und Alt, sie sind die Stütze des Vereins.
Seit Einführung der Jugendwochen der Stadt Menden beteiligt sich die Luftsportgruppe jeweils an einem Sonntag mit Flugvorführungen und praktischem Anschauungsunterricht auf dem Fluggelände in Barge. Dadurch findet unsere Verbundenheit zum Stadt-Jugendring ihren besonderen Ausdruck.
Der gesamte Aufbau unseres Vereins und die daraus resutlierenden Leistungen und Erfolge waren nur möglich in Zusammenarbeit mit den Kommunalverwaltungen, mit der heimischen Industrie und unseren Freunden und Gönnern, die uns so manchesmal in selbstloser Weise mit Rat und Tat zur Seite standen. All' diesen Männern gilt unser Dank!

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